Start

Hinrundenbilanz: Interview mit Headcoach René Schilling

Nach elf Spielen führt der SSV Lok Bernau als Aufsteiger die Tabelle in der Nordstaffel der ProB an und darf sich als „Halbserien-Meister“ bezeichnen. Mit neun Siegen führen die Bernauer punktgleich mit den Artland Dragons, die als Aufstiegsfavorit gelten, die Tabelle an. Vor dem Start in die Rückrunde am kommenden Wochenende zog Lok-Headcoach René Schilling ein erstes Fazit. 

René Schilling
Wie sieht Deine persönliche Bilanz der Hinrunde als Trainer aus?

René Schilling: Ich bin sehr zufrieden, ganz klar. Mit einem solchen Zwischenstand und nur zwei verlorenen Spielen nach der Hinrunde habe ich vor der Saison nicht gerechnet. Dabei waren die Niederlagen im Nachhinein vermeidbar gewesen. Jedes Spiel lag bisher in unserer Hand. Das gibt mir ein sehr gutes Gefühl. Es lag und liegt letztlich an uns als Mannschaft, was wir daraus machen. 

Ihr habt Euch auch als Mannschaft sehr schnell an die neue Liga gewöhnt. Wie hast Du die ersten Wochen in der ProB erlebt?

Schilling: Die ersten Spiele waren schon aufregend. Alles läuft sehr viel professioneller ab, als in der Regionalliga. Am deutlichsten sieht man den Unterschied an den Besucherzahlen in den Hallen, die sehr viel voller sind. In Rostock haben wir vor über 1.500 Leuten gespielt. Und bei den Artland Dragons erwartet uns im Rückspiel eine noch viel größere Kulisse. Das macht schon mehr Spaß so zu spielen. Aber auch unsere Halle war bisher permanent voll, was mich natürlich auch freut.

Du sagst, mit einem solchen Ergebnis bis hierhin hast Du nicht gerechnet. Bist Du also selbst vom bisherigen Erfolg überrascht?

Schilling: In dieser Deutlichkeit war es nicht zu erwarten gewesen. Wir hatten ein neues Team mit einer Mischung aus jungen, älteren, talentierten und erfahrenen Spielern zusammengestellt. Wichtig war sicherlich, dass wir den Kern der Mannschaft aus dem letzten Jahr gehalten haben. Das alles gibt uns die nötige Qualität und Tiefe im Kader. Wir sind vor der Saison schon davon ausgegangen, dass wir in der Liga oben mitspielen können. Von daher bin ich nicht total überrascht, aber ein wenig schon.

Die Liga an sich ist sehr ausgeglichen. Und die Hinrunde zeigt auch, dass jeder jeden schlagen kann. Welche Faktoren hast Du für das positive Abschneiden ausgemacht?

Schilling: Wir schaffen es gut als Mannschaft zusammen zu spielen. Durch den guten Saisonstart haben wir natürlich auch ein gewisses Selbstbewusstsein gesammelt. Jeder einzelne Spieler hat sich in den letzten Monaten persönlich und spielerisch entwickelt. Hinzu kommt, dass wir sehr variabel agieren können. Wir haben eine hohe offensive Qualität und können beispielsweise, wenn wir wollen, vier gute Werfer aufs Feld stellen. Wir können aber auch mit einer größeren oder kleineren Aufstellung spielen. Das macht uns schwer ausrechenbar. Neben der guten Offensive, haben wir aber auch sehr gute Defensivspieler in unseren Reihen. Das ist momentan eine für uns erfolgreiche Mischung. Weiterhin haben wir durch die Kooperation mit ALBA BERLIN sehr gute Bedingungen. Uns stehen bei Bedarf auch Spieler aus der Regionalliga und NBBL zur Verfügung, so dass wir immer genügend Spieler im Training und der Vorbereitung haben.

Welche anderen Teams haben Dich bisher überrascht? 

Schilling: Oldenburg gehört für mich zu den positiven Überraschungen. Damit meine ich weniger den Tabellenplatz. Das junge Team spielt nicht nur sehr erfolgreich, sondern verzichtet im Sinne der Nachwuchsförderung auf amerikanische Spieler. 

Am Ende der Hauptrunde ziehen nur die ersten acht Mannschaften in die Playoffs ein. Mit welchen Teams in der Nordstaffel muss man in der Rückrunde noch rechnen?

Schilling: Eine Prognose ist wirklich schwer. Teams wie Rostock und Wolfenbüttel liegen derzeit noch hinter den eigenen Erwartungen zurück. Stahnsdorf hat sich nach schwachem Start gefangen und wird nach den letzten guten Leistungen die Playoffs anpeilen. Auf der anderen Seite gibt es Mannschaften, die bereits nachverpflichtet haben oder auf der Suche nach einer Verstärkung sind. 

Wer ist für Dich der Favorit?

Schilling: Immer noch die Artland Dragons. Die Quakenbrücker haben ihren Kader in dieser Woche noch einmal verstärkt und unterstreichen damit ihre Aufstiegsambitionen. Die Mannschaft bestätigt in den letzten Wochen mit ihren Ergebnissen auch sehr eindrucksvoll diese Erwartungen. 

Wie sehen die Ziele der Lok in der Rückrunde aus? 

Schilling: Wir wollen die Leistungen aus der Hinrunde bestätigen! Das Ziel ist ganz klar, dass wir um den Heimvorteil für die Playoffs spielen und kämpfen werden. Am Ende der Hauptrunde müssen wir dafür unter den vier besten Mannschaften sein. Ein großes Ziel wird dabei sein, unsere Heimspiele in der Rückrunde zu gewinnen.

Das Interview führte Ricardo Steinicke.

 
 

Sponsoren

Gesundheitspartner

BiG Basketball

Follow us!

Molten Offizieller Spielball

Kooperationspartner